Unsere Lieblingsbücher

Bücher und CD's aus dem Ferienrucksack Sommer 2018


Bücher aus dem Ferienrucksack 2018

Wieder einmal haben viele Kinder Bücher mit in die Ferien genommen und möchten hier über ihre Ferienlektüre berichten.



  

Wir beginnen mit einem Lesespaß 
für die ganze Familie.
Für Klein und Groß ist hier etwas dabei

Familie Melzer , 
das sind: Tina 5 Jahre, Sebastian 7 Jahre, Niklas 12 Jahre Mutter Isabell und Vater Andi

Bildquelle: dty junior
Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht
176 Seiten
1. Aufl. 2018
ISBN: 978-3-423-76201-4
16,95€
Zum selber lesen ab 8 Jahren , zum Vorlesen ab 5 Jahren
Ein Familienbuch

Presseinformation des Verlages zum Buch:

Hundert neue Kindergedichte

hrsg. von Uwe-Michael Gutzschhahn
Modern, frisch, unveröffentlicht – Lyrik fürs Kinderzimmer
"100 neue Kindergedichte, verfasst von der Crème de la Crème zeitgenössischer Lyriker, entführen in die Klangwelt der Poesie. Sie laden ein zu verrückten Sprachspielen und öffnen Räume für Kreativität und Fantasie, in denen man die Welt auf den Kopf stellen oder sie auch mal ganz neu erfinden kann.
Lyrik-Gedichte für die ganze Familie von: Franz Hohler, Hanna Johansen, Heinz Janisch, Gerald Jatzek, Susan Kreller, Yaak Karsunke, Anton G. Leitner, Paul Maar, Peter Maiwald, Jutta Richter, Michael Roher, Gerhard Rühm, Jürgen Spohn, Frantz Wittkamp u.v.a."



Familie Melzer erzählt:
Wir haben uns dieses Buch ausgesucht weil uns das Cover gleich angesprochen hat. Wir lieben Kindergeschichten die in Reimform erzählt werden. Kindergedichte bzw. Lyrik für Kinder haben weder wir Erwachsenen noch die Kinder bewusst gelesen.
Hinzu kam bei der Auswahl des Buches, dass hier immer nur kurze Gedichte / Geschichten erzählt werden, die auch Leseanfänger schon lesen können. Ein paar Zeilen jeden Tag motivieren zum weiter lesen und man hat schnell ein Erfolgserlebnis.
Gedichte haben eine ganz besondere Sprachmelodie. Nicht immer gleich, je nach Dichter unterschiedlich, mal melodischer, mal trockener oder sogar starr aber immer bekommt man ein Gefühl wie vielseitig Sprache sein kann. 
Uns hat dieses Buch viel Freude bereitet. Es ist ein wahrer Wettstreit unter uns ausgebrochen wer etwas am besten betont oder es auch mal am schnellsten auswendig konnte.
Niklas hat es gleich auf der Fahrt in den Urlaub lesen wollen. Darunter verstand er bis dahin, ein Buch in die Hand nehmen und lesen bis zur nächsten Pause.
So kam es aber ganz und gar nicht denn hier gibt es so viel zu entdecken, das man es gleich den anderen mitteilen möchte.
Nach etwa 15 Minuten stillen Lesens sagte er: "Hört mal her, wie findet ihr das?" er begann zu lesen: "Trinken" -"Mich laust der Affe: Mein Hund trinkt Kaffee!...……" ( S. 17 von Jürgen Brater"). Das gefiel der Kleinen so gut, dass sie ihren Bruder aufforderte weiter zu lesen, der dies gern aufnahm und weiter nach Gedichten suchte, die ihm gefielen. Nach einigen Kostproben fand auch der Sebastian gefallen an den oft lustigen Reimen. Ungern gab Niklas Sebastian das Buch doch es ist nun mal ein Familienbuch. Sebastian kommt nach den Ferien in die 2. Klasse ist keine so richtige Leseratte aber wenn er gefallen an etwas findet liest er auch mit Begeisterung. Die kurzen Gedichte waren für ihn genau das Richtige. Große Druckschrift wenig Text. Etwas Schwierigkeiten hatte er noch mit der richtigen Betonung, die jedoch im Laufe des Vorlesens immer besser wurde da er merkte, das die Worte eine eigene Dynamik entwickeln wenn man sie richtig betont. So lasen zunächst Niklas und Sebastian im Wechsel, wir amüsierten uns sehr bei dem ein oder anderen fragten wir uns wie es wohl gemeint sei und manchmal haben wir es auch nicht so ganz verstanden, es dann als Quatschgeschichte verbucht.
So kamen wir mit nur einem Buch und vielen Gedichten, gut an unserem Urlaubsziel an. So etwas hatte es bei uns noch nicht gegeben.
Während des Urlaubs holten wir das Buch immer wieder hervor sichten eigene Lieblingsstücke, versuchten sie auswendig zu lernen und es gab einen kleinen Wettstreit, wer am sichersten seine Gedichte vortragen konnte. Hierbei konnte die kleine Tina auch wunderbar mit machen.
Besonders gut hat uns die Vielfalt gefallen, wobei ich auch sagen muss, das einige Geschichten dabei waren die wir nicht gebraucht hätten weil wir den Sinneinfach nicht verstanden haben. 
Das Buch ist in 6 große Kapitel unterteilt:
1. "Was hat denn bloß den Teig so gerührt?"
2."Du denkst, am coolsten kauen Cowboys Kaugummi?"
3."Abends, wenn ich müde wird' kommt zu mir ein weißes Pferd"
4. "Selbst die Mantelmöwe fliegt heute im T-Shirt"
5. "Sehe Schnecken, sage leise: Wünsch euch eine gute Reise"
6. "Wenn Fischer unter Küchentischen stumm nach frischen Fischen fischen"
Schon die Kapitelüberschriften lassen erkennen wie mitreißend hier erzählt wird. Man ist permanent versucht die kleinen Geschichten weiterzuspinnen sie etwas zu ergänzen oder umzumodeln. Dabei gerät man in einen wahren Reimrausch. Zeitweise haben die Kinder sich nur noch in Reimen unterhalten. Wenn ein Buch so etwas bewirken kann, finde ich das absolut genial. Wir sind so richtig auf den Geschmack gekommen und werden bestimmt von weitere Bücher ähnlicher Art entdecken. 
Zum Schluss möchte ich noch etwas zu den Illustrationen sagen. Sie sind witzig, frech bunt mit sehr viel roten Elementen, was das Cover schon eindrucksvoll beweißt. Für mich ist es ein sehr expressiver Illustrationstil, der unsre Kinder sehr angesprochen hat. Die Einleitungsseite vom 3. Kapitel, auf der ein Mädchen auf einem Pferd fliegt hat unsere kleine Tina ins Herz geschlossen. So sehr, das wir es ihr kopieren mussten. Nun hängt es über ihrem Bett.  Die Bilder sind mal witzig, mal verträumt, sehr lebendig und wild von allem etwas. Sie begleiten die Gedichte sehr schön und lockern das ganze richtig gut auf. Für den ein oder anderen mag die geballte Ladung an Farbe zu viel sein, aber ich denke das geht mehr den Erwachsenen so.
Für uns ist es zu einem absoluten Familienbuch geworden, das wir gern zum spielen heraus holen.
Tina sagt:" Sprachspiele sind viel schöner als Vorlesegeschichten, man kann so schön mit machen!"


Bildquelle: Arena Verlag
Die kleine Eulenhexe
Willkommen im Zauberwald
von Katja Alves
mit Bildern von Marta Balmaseda
144 Seiten
1. Aufl. 2018
ISBN: 978-3-401-71195-9
Arena Verlag
13,00€
Eine zauberhafte Vorlesegeschichte
 für Kinder ab 4 Jahren 
oder zum selber lesen für etwas geübte Leser

Inhalt


Presseinformation des Verlags:
"Die kleine Hexe Petunia Olivia von und zu Nadelbaum staunt nicht schlecht, als eines Tages sieben kleine Eulen vor ihrer Baumhaus-Tür stehen. Mit dabei eine Botschaft von Tante Aurora: Wenn Petunia es schafft, die sieben Rotzschnäbelchen zu wohlerzogenen kleinen Eulen zu erziehen, dann bekommt sie das berühmte Eulenhexen-Diplom. Und das will Petunia natürlich unbedingt! Wären da nur nicht ihr eifersüchtiger Flugstaubsauger Herr Spiegelei, der hundsgemeine Zwerg Griesgram und nicht zuletzt die frechen Streiche der kleinen Eulen selbst, die Petunias Eulenhexen-Traum zum Platzen bringen könnten …"

Auch dieses Buch hatte Familie Melzer in ihrem Feriengepäck

Tina hatte sich das Buch ausgesucht und wenn man sich das Cover anschaut kann man sich schon denken wieso.

Es spricht mit seinem fröhlichen Motiv vermutlich nicht nur kleine Mädchen an, wenn gleich es mit dem lila Rand dann doch ehr etwas für sie ist. So zumindest äußerte sich Sebastian als er sich das Buch ansah.
Es ist der erste Band einer Vorlesereihe um die kleine Eulenhexe. Da die Geschichte in 21 kleinere Kapitel unterteilt ist und ganz viele oft auch großformatige Bilder hier mit erzählen können Grundschüler, die schon etwas Leseerfahrung haben die Geschichten aber auch selbst lesen. Es ist zwar kein Erstlesebuch im klassischen Sinn und auch der Zeilenabstand ist nicht all zu groß doch mit etwas Leseerfahrung ab Mitte Ende 2. Klasse dürfte es für gerne Leser kein Problem sein.
Wir haben es als Familienbuch entdeckt und meist abends daraus vorgelesen.
Eigentlich nur für Tina ausgesucht hat sich Sebastian gern dazu gesellt. Er kann sogar zu der Erkenntnis, dass es wohl doch kein reines Mädchenbuch ist. Ja, er hat es sich sogar hin und wieder geholt und weiter gelesen.
Doch nun erst einmal zur Geschichte:
Die kleine Hexe Petunia Olivia von und zu Nadelbaum, kurz Petunia genannt, wohnt mit ihrem Flugstaubsauger Herrn Spiegelei in einem sehr schönen, geräumigen Baumhaus im Zauberwald. Eigentlich Finsterwald genannt. So richtig finster ist es dort eigentlich nicht. Die Bäume stehen locker zusammen in kleinen Gruppen und hin und wieder gibt es sogar kleine lichte Stellen mit Wiesenfläche, so wie unter Petunias Baum an dessen Stamm sich eine Wendeltreppe bis zur ersten Baumkrone herumdreht. Eigentlich besteht ihr Baumhaus aus drei aneinandergebauten Häusern. Petunia ist nicht die einzige, die im Finsterwald wohnt. Es ist eine schöne kleine Gemeinschaft, die sich gegenseitig hilft und wenn einer mal in der Patscge steckt und dringend Hilfe braucht dann hat Petunia das meist schon in ihrem ganz besonderem Kaleidoskop Fernglas gesehen. Sicherlich, es gibt dort nicht nur nette Gesellen. Zu den weniger netten gehört zum Beispiel  Zwerg Griesgram, der all zu gern Petunisas Kaleidoskop hätte.
Wunderbar fröhlich, anschaulich beschreibt die Autorin dieses kleine Idyll und ihre Bewohner. Die Bilder zeigen dabei das was in der Geschichte erzählt wurde. So kann das Kind sich zwar eigene Bilder machen bekommt aber auch einen Eindruck davon wie es sich Illustratorin und Autorin gedacht haben. Besonders Petunias Hexenbaumhaus hätte man sich vermutlich sonst anders vorgestellt.
In dieses recht fröhliche Hexenleben kommt dann aber nach einiger Zeit reichlich unerwartete Aufregung.
Erst geht ein Brief an sie verloren, erreicht sie aber doch noch und dann erfährt sie genau in diesem Brief, das sie sieben kleine Eulen bändigen soll. Es ist ein Teil des Eulenhexen-Diploms. Sieben kleine Eulenkinder zu bändigen, sie zu erziehen dürfte eigentlich nicht so schwer sein doch ob das wirklich so ist, das verrate ich hier noch nicht. Nicht zu vergessen bislang lebte die kleine Hexe mit ihrem Flugstaubsauger zusammen und dem gefällt es ganz und gar nicht wie sich Petunia um die Kleinen kümmert. So hat sie nicht nur sieben kleine Eulenkinder zu versorgen sondern muss sich auch noch mit einem eifersüchtigen Herrn Spiegelei und Zwerg Griesgram auseinandersetzten.
Es wird lustig, abenteuerlich, spannend und immer gibt es neue kleine Überraschungen zu erleben.
Es ist eine wirklich zauberhafte amüsante Geschichte mit vielen verschiedenen Figuren, die man gleich ins Herz schließt. 
Die Autorin erzählt so wundervoll und hin und wieder spricht sie ihre Zuhörer auch direkt an. Das gefiel uns besonders gut weil man das Gefühl hatte da ist jemand der erzählt uns die Geschichte und ist sich bewusst, das wir zuhören. Diese Art zieht einen noch tiefer ins Geschehen hinein und man hat das Gefühl dazu zu gehören. Es ist nicht nur eine Geschichte die man so liest.
Die Namen der Figuren sind lustig. Da gibt es nicht nur den Flugstaubsauger Herrn Spiegelei sondern auch  die Waschbärin Clementine-Wäsche-Biene, einen Postfuchs, Geist Eberhard oder auch die Namen der Kleinen Eulen. Eulala, Eulolo, Eululu, Eulele, Eulölöund Eulili.
"Die kleine Eulenhexe" ist eine wirklich schöne Vorlesegeschichte, an der man beim Vorlesen als Erwachsener auch viel Freude hat.
Und wir freuen und jetzt schon auf eine Fortsetzung.
Übrigens, wer das Buch nicht immer und immer vorlesen möchte kann zum Buch auch das Hörbuch kaufen. Das ist herrlich gelesen und man kann sich hier als Erwachsener auch noch Anregungen für das Vorlesen holen.



Mit dem nächsten Buch wird es tierisch spannend!



Bildquelle: orell Füssli
Onkel Stan und Dan 
und das fast ganz ungeplante Abenteuer
von A.L. Kennedy
192 Seiten
1. Aufl. 2018
ISBN: 978-3-280-03575-7
Orell Füssli
14,95€







Für Kinder ab 8 Jahren und zum Vorlesen

Dieses Buch hatte Rahel, 10 Jahre in ihrem Ferienrucksack. 
Jetzt erzählt sie uns ( mit Hilfe ihres Papas- der das Buch auch gelesen hat) von ihrem Leseerlebnis!

Onkel Stan und Dan 
und das fast ganz ungeplante Abenteuer
Pressemitteilung des Verlages:


"Dan, der Dachs muss gerettet werden. Er ist von zwei fiesen, riesigen Schwestern entführt worden, die ihn zu einem Boxkampf gegen drei noch fiesere Hunde zwingen wollen. Die vier depressivsten Lamas aller Zeiten brauchen ebenfalls dringend Hilfe, denn sie sollen zu Lamapastete verarbeitet werden.Doch keine Bange: Onkel Stan ist zur Stelle! Oder jedenfalls ganz in der Nähe. Das Retten ist seine Lieblingsbeschäftigung. Er hat einen Rettungsplan, zu dem Tanzen, ein Maulwurf und ein Elektrozaun gehören. Was soll da noch schiefgehen?Eine skurrile, sehr wortwitzige, fantastische Geschichte rund um ver(w)irrte, entführte, etwas traurige aber durchaus lebenswillige Figuren."

Ich habe das Buch ausgewählt weil ich das Cover so witzig fand.
Als ich es das erste Mal in die Hand genommen habe, habe ich es einfach durchgeblättert.  Dabei ist mir aufgefallen, dass die Schrift angenehm groß ist und der Abstand zwischen den Zeilen noch größer. Da ich nicht so gut lesen kann wenn die Zeilen so eng sind ist das genau das richtige Buch für mich. Dazu die vielen witzigen Bilder, das ist perfekt. Was mir auch gut gefallen hat ist das das Buch in viele kleine Kapitel unterteilt ist. Insgesamt sind es 18 Stück und jedes Kapitel wird mit einer kleinen Zusammenfassung über das was geschehen wird eingeführt. Das macht neugierig und man kann sich schon so richtig auf etwas freuen. 
In der sehr abenteuerlichen und spannenden Geschichte geht es um einen Dachs , Lamas und einen Mann, der am liebsten etwas oder irgendjemanden rettet. Er heißt Onkel Stan und sieht nicht nur witzig aus sondern ist es auch. Dazu ist er furchtbar klug, was man vielleicht nicht vermutet wenn man ihn anschaut. Seine Hose ist zerrissen und in einer seiner Hosentaschen wohnt ein kleine Maulwurfsmama. In seiner Jackentasche trägt er immer Käsestangen. Seine wuscheligen Haare erinnern an einen zerstreuten Professor doch das ist er nicht. Onkel Stan liebt Tiere. Man könnte sagen er ist ihr Beschützer und Retter in der Not. Als er eines Tages auf den Waldboden schaut entdeckt er seltsame Spuren, die ihn sehr sorgen. Spuren eines kleinen Dachses und Menschen Füße. Das verheißt nichts gutes, das ahnt er sofort und gleich darauf wird sein Retterinstinkt geweckt. und so beginnt eine ganz abenteuerliche, spannende und sehr witzige Geschichte.
Neben der tollen Handlung haben mir die witzigen schwarz.-weiß Zeichnungen und die lustige Sprache gefallen. Die Geschichte ist ganz anders erzählt wie in Büchern, die ich sonst so gelesen habe. 
Rahel hat schon viel erzählt, als Papa habe ich es oft mit ihr gelesen und zugegeben auch heimlich weiter gelesen. Ich habe mich lange nicht mehr so gut amüsiert, was zeigt, das Erwachsene auch an Kinderbüchern Spaß haben können. 
A.L. Kennedy hat einen ganz besonderen Schreibstil, das ist ja auch meiner Tochter schon aufgefallen.  Sie schafft wunderbar skurrile Figuren und beschreibt sie so herrlich, das man im Grunde keine Bilder mehr braucht um sie sich vorzustellen. Die Bilder verstärken dann noch den Eindruck, den man schon über das Erzählte gewonnen hat. Aber auch die aberwitzigen, seltsamen , manchmal etwas perfiden Handlungselemente machen diese Geschichte so besonders. Mag sein, das der typisch schottische Humor hier doch viel Einfluss gefunden hat, was es auch für Erwachsene so amüsant macht. Dabei orientiert sich die Autorin trotz allem sprachlich an ihrer Zielgruppe, die mit dieser Art von  Humor, Quatsch und Skurrilität bestimmt viel Lesefreude haben. Die Art wie A.L. Kennedy erzählt empfinde ich, trotz einiger Wortwiederholungen, als große sprachliche Bereicherung.Die dazu gehörenden Bilder sind nicht nur genial sondern machen das Buch zu etwas ganz besonderem.
Nachdem Rahel und ich es gelesen hatten  waren wir so begeistert von Dachs, Lamas und Onkel Stan, dass ich das Buch auch unseren jüngeren Kindern vorgelesen habe. Sie sind 4, 6 und 7 Jahre alt und saßen immer mit großen Augen, die sich oft mit Tränen vor Lachen füllten und hörten zu. Selten haben wir beim Vorlesen soviel zusammen gelacht wie mit diesem Buch.
Und hier noch ein paar unserer Lieblingsbilder:
 

…...jetzt wird es unglaublich, 
unglaublich, spannend und witzig


Bildquelle: dtv Verlag
Nur mal schnell das Faultier wecken
von Knut Krüger
mit Bildern von Verena Körting
192 Seiten
1. Aufl. 2018
ISBN 978-3-423-76210-6
dtv junior
12,95€
Für Kinder ab 8 Jahren und zum Vorlesen
https://www.dtv.de/buch/knut-krueger-nur-mal-schnell-das-faultier-wecken-76210/

Da die beiden Lesekinder, die das Buch in ihrem Ferienrucksack hatten sich nicht trauten etwas darüber zu schreiben habe ich ihre Stichworte in die folgende Besprechung eingebaut
Vielleicht kennt der ein oder andere schon das Buch "Nur mal schnell das Mammut retten" nun gibt es eine weitere abenteuerliche unglaubliche Geschichte aus der Feder von Knut Krüger. Nicht das ihr jetzt denkt es ist eine direkte Folgegeschichte. Ihr müsst Mammut Norbert nicht kennen um den Einstieg in die Faultiergeschichte zu bekommen, denn bevor es so richtig losgeht Finn, einer der Protagonisten auch von dem wuscheligen Kreta Mammut, dass Zitronen zum Leben benötigt. Dabei sind wir aber schon voll in der neuen Geschichte. Für den ein oder anderen mag der Anfang der Geschichte etwas traurig sein denn Finn erzählt nicht nur von Mammut Norbert sondern auch von Pluto seinem Hund, der leider jetzt im Hundehimmel weilt. Davon sollte man sich nicht anschrecken lassen,  auch wenn es traurig ist Finn macht das beste daraus und hat ja auch noch seine Freunde Henry und Zoe, die dies alles mit erlebt haben. Norbert wohnt nun schon fünf Monate in Finns Familie. Es scheint ein ganz normaler Tag zu sein. Es sind Sommerferien und die drei möchten in Finns Küche Marshmallows grillen und Scrabble spielen. Während sie sich mit Wörtersammeln die Zeit vertreiben und sich dabei das ein oder andere Mal  leicht in die Haare bekommen, knackt es plötzlich draußen laut und kurz darauf schwingt sich ein haariges Wesen an die Deckenlampe. Eindrucksvoll lässt uns Finn an diesem Ereignis teilhaben. Er berichtet nicht nur genau vom Geschehen sondern auch von seinen Gedanken und den Reaktionen der anderen, die das Spektakel miterleben.
".... Als es im nächsten Augenblick zusammen mit der Lampe durch die Küche segelt, schreien wir wie in der Geisterbahn..." (S.18) …"Ich bin total durchgeschwitzt und spüre mein Herz in der Kehle schlagen."...( S. 19). Zunächst weiß keiner so genau mit wem oder was sie es zu tun haben . Doch schnell erinnert sich Finns Schwester Mia, das sie neulich einen Film gesehen hat in dem es um ein Faultier ging. Faultier Fred. Doch was macht man mit einem Faultier, das noch dazu gerade einen Absturz in die Küchenspüle hingelegt hat und nun fest sitzt. Die Krallen des Unbekannten sehen wirklich beängstigend aus. Norbert erkennt die Not seines tierischen Kollegen und hilft ihm geschickt aus der Patsche. Ob das der Anfang einer neuen Freundschaft ist? Finn, Zoe, Henry und Mia nähern sich Fed jedoch erst einmal mit Vorsicht, die selbstverständlich dann doch der Neugier und Freude weicht. Doch was macht man mit einem Faultier? Einem Faultier, das sogar ….. ach nein, das verrate ich hier noch nicht. Richtig aufregend wird es allerdings erst, als Faultierforscher Stockmann Fred auf die Fährte kommt. Ja, und dann gibt es da noch jemanden, der die verrückte Geschichte verfilmen will.
Ihr seht es wird spannend, abenteuerlich und lustig. 
Das Buch war nicht nur im Ferienrucksack von Janina und Marcel sondern wir haben es auch mit einer Gruppe von Vorschulkindern vorgelesen.
Das Knut Krüger seinen Protagonisten Finn die Geschichte erzählen lässt kommt bei allen sehr gut an, bei anschließenden Gesprächen wurde dies immer wieder thematisiert.
Die Geschichte selbst ist in mehrere Kapitel unterteilt, die mit einem Bild über der Überschrift eingeleitet werden. Ansonsten gibt es leider keine Illustrationen, wobei die meisten Kinder hätten schwören können, das viele Bilder zu finden waren. Da sieht mal wieder einmal, das die Phantasie Bilder aus den anschaulichen Beschreibungen entstehen lässt von denen wir hinterher glauben, sie seinen wirklich da gewesen. Das wiederum bedeutet, es braucht auch gar nicht mehr Illustrationen als die die es hier gibt.
Die Druckschrift ist etwas größer gewählt und auch der Zeilenabstand ist so, das sich die Buchstaben deutlich von einander abheben, was das Lesen sehr erleichtert.
Unsere Lesekinder waren so begeistert, dass sie alle auch noch Mammut Norberts Geschichte kennenlernen wollten. Die selber Leser taten dies bereits, die Vorlesekinder müssen noch ein wenig warten.
Aber auch auf diese Stunden freuen wir uns schon jetzt.
Es ist en tolles Buch, das sicherlich nicht nur Kindern gefällt. 
Also ein richtiges Familienbuch!


….. und jetzt kommt etwas für Superhelden- Fans.
 Eine lustige, turbulente Geschichte



Bildquelle: Arena Verlag
Kid Normal
so sehen Helden aus
von Greg James
und Chris Smith
320 Seiten
1. Aufl. 2018
ISBN: 978-3-401-60393-3
Arena Verlag
15,00€
für Kinder ab 9 Jahren
https://www.arena-verlag.de/artikel/kid-normal-1-so-sehen-helden-aus-978-3-401-60393-3

Jonathan 10 Jahre  und Moritz 16 Jahre hatten dieses Buch im Ferienrucksack. 
Wie es ihnen gefiel erzählt uns jetzt Moritz, der sich mit Jonathan abgesprochen hat.

Kid Normal (1). So sehen Helden aus! 
Presseinformation des Verlages:

Inhalt

"*** Normalsein ist die neue Superkraft! ***
Murph hat ein großes Problem. Er ist ganz normal! Leider hat seine Mutter ihn aus Versehen an einer Schule für Superhelden angemeldet. Oder so was in der Art. Seine Mitschüler haben die schrottigsten Superkräfte, die man sich vorstellen kann: Nellie kann das Wetter kontrollieren, Billy sämtliche Körperteile aufpusten und Hilda beschwört Pferdchen herauf … Noch während Murph glaubt, NORMALSEIN wäre sein größtes Problem, wird es wirklich schlimm: Bösewicht Nektar, halb Mensch, halb Wespe, bringt alle Kinder der Schule unter seine Kontrolle – und plötzlich ist es an Kid Normal, zum größten Helden aller Zeiten zu werden.
 *** „So lustig, das ist schon beinahe kriminell!" The Independent ***
*** Der internationale Erfolg aus England – zum Weglachen gut! ***"

Ich habe mir dieses Buch ausgesucht weil es schon vom Bild her total witzig aussah. Superhelden sind total mein Fall und ich liebe dicke Bücher in denen es zur Sache geht. Schon die Inhaltsangabe machte mich neugierig. Da steht zum Schluss : "So lustig, das ist schon beinahe kriminell!!!" das hat mir gut gefallen.
In dieser Geschichte trifft Humor auf Spannung und das gefällt mir besonders gut. Mit 320 Seiten ist es ein recht dickes Buch. Viele mögen keine dicken Bücher aber für mich können sie nicht dick genug sein, denn meistens kann man in dicke Bücher viel besser eintauchen als in kurze. Bei kurzen Geschichten finde ich es oft schade das sie so schnell zu Ende sind. Hier kann ich länger schmökern. Ich lese gerne weil man sich dann für eine Weile in eine andere Sphäre beamen kann. Das setzt aber voraus, dass einem die Geschichte gefällt. "Kid normal So sehen Helden aus!" ist so ein Buch, das mich total gefesselt hat und bei dem ich beim Lesen völlig abtauchen konnte.
Greg James schreibt so witzig und spannend das man das Gefühl hat er lebt beim Schreiben die Handlung selbst.
Die Geschichte ist in 26 Kapitel unterteilt. Mein kleiner Bruder, der noch nicht so gut lesen kann fand das gut weil er immer nur ein Kapitel gelesen hat und immer gleich wusste wo er wieder anfangen musste. Ich habe es mit einer Pause gelesen da waren die Kapitel weniger wichtig .
Super fand ich auch die tollen witzigen Bilder, die mich immer wieder zum lachen gebracht haben.
In der Geschichte geht es um einen Jungen namens Murph, der ständig mit seiner Mutter und seinem Bruder in andere Städte zieht. Jedes Mal muss er sich an eine neue Umgebung und auch eine Schule gewöhnen. Dieses Mal jedoch hat seine Mutter bei der Schulauswahl einen Fehler gemacht. Einen fatalen Fehler, denn es ist eine Schule für Superhelden, na ja besser gesagt für eine Schule in der Kinder ungewöhnliche, besondere Fähigkeiten haben.  Und was für welchen. Nicht nur die, die man sonst von den Superheldenfilmen kennt sondern echt witzige  Obwohl Muph keine dieser Fähigkeiten besitz und mit dem Begriff Cape, der ihm gleich am ersten Schultag immer wieder unter kommt, überhaupt nichts anfangen kann , vermutet eine seiner Mitschülerinnen er sei ein  Skimmer. Skimmer können sich ohne Bodenkontakt fortbewegen. Weder das noch etwas anderes kann er jedoch, Was die anderen alles können ist wirklich verrückt. Einer abenteuerlicher und verrückter als der andere und nun kommt in diese verrückte oder sollte ich besser schräge Runde Murph, der gar kein Superheld ist und über keine Superkräfte verfügt. Schnell wird Murph klar, das er dort nicht hin gehört doch wie kommt er aus dieser Situation wieder raus? Nach und nach lernt er alle kennen und wir erleben eine wirklich verrückte Welt, in der es aber auch Feinde gibt. Ein Wespenmann, habl Mensch halb Weste bringt die ganze Schule in seine Gewalt. Selbst die seltsamen ungewöhnlichen Fähigkeiten der Schüler und der Leher kann hier nichts ausrichten, doch da gibt es ja noch Murph.
Was genau passiert das verrate ich hier aber nicht. Ich kann euch nur sagen, es wird lustig, spannend und am Ende wünscht man sich das die Geschichte noch lange nicht zu Ende ist. Gut zu wissen, dass es tatsächlich nicht das Ende ist sondern der Anfang weiterer neuer Abenteuer auf die ich mich schon sehr freue.


Bildquelle: Silberfisch Verlag
Kannawoniwasein!
manchmal muss man einfach verduften
Martin Musser
gekürzte Lesung
gelesen von Stefan Kaminski
2 CD's 139 Minuten Spieldauer
ISBN 978-3-86742-376-2
11,99€
Ein  Hörbuch
für Kinder ab 8 Jahren

Presseinformation des Verlages

"Mit dem Traktor nach Berlin
Kannawoniwasein! Da fährt Finn zum ersten Mal alleine mit dem Zug nach Berlin – und wird prompt beklaut. Zu allem Übel schmeißt ihn dann noch der Schaffner raus, mitten im Nirgendwo. Aber so lernt Finn Jola kennen, die immer einen flotten Spruch draufhat und weiß, wie man auf eigene Faust in die »Tzitti« kommt. Eine abenteuerliche Reise durch die Walachei beginnt, auf der die beiden einen Traktor kapern, im Wald übernachten, einem echten Wolf begegnen, Finns Rucksack zurückerobern – und richtig dicke Freunde werden."


Oliver (10 J.), Mara (9 J.), Sven (12 J.), Ulrich (12 J.) haben dieses Hörbuch im Ferienrucksack gehabt.
Unsere gemeinsame Besprechung findet ihr hier:
https://kinderbuchkiste.blogspot.com/p/blog-page_838.html
Hier nur noch jeweils eine kurze persönliche Meinung der Hörer.
Oliver:
Ich fand das Hörbuch richtig toll. Ich bin auch schon alleine mit dem Zug zu meiner Oma gefahren aber zum Glück ging immer alles gut. Wenn mir das passiert wäre was Finn passiert ist ich hätte glaube ich viel mehr Angst gehabt als Finn. Mir hat die Mischung aus vielen witzigen Situationen und abenteuerlichen gut gefallen. Es ist spannend wie ein Krimi und dann wieder total verrückt.
Lolas freche Art hat mir besonders gut gefallen. Stefan Kaminski liest das so toll vor, das man irgendwann vergisst das es jemand liest. Man hat das Gefühl als hörte man ein Hörspiel.

Mara:
Ich liebe abenteuerliche Geschichten. Die ist nicht nur abenteuerlich sondern witzig, spannend und ganz viel mehr. Lola hat mich ein bisschen an Ronja Räubertochter und Pipi Langstrumpf erinnert. Die Geschichte an sich hat mich auch an Feuerschuh und Windsandale und Emil und due Detektive erinnert. So von allem etwas. Besonders lustig fand ich die Berliner Sprache. Die hört man nicht so oft.

Sven und Ulrich
wir haben die CD's auf der Fahrt in den Urlaub mit unseren Eltern gehört. Wir alle haben uns sehr amüsiert. Sogar unsere Eltern waren begeistert.
Meine Mutter hat später gesagt: "Sollen wir euch auch mal in der Pampa herauslassen und ihr versucht zu uns zu finden? Das wäre doch man ein ganz besonderer Start in die Ferien."
Papa hat immer wieder den Berliner Dialekt nachgemacht aber er kann das einfach nicht. Das war lustig. Uns hat gut gefallen, dass es lustig und spannend war, dass so viel passiert was man nicht so vorher erwarten würde. Uns hat auch gefallen, das es ein Hörbuch ist, das an mit den Eltern hören kann. Sonst sagen sie immer wir sollen die Kopfhörer aufsetzten dieses Mal hatten wir alle viel Spaß und konnten auch später noch darüber reden.