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Mondschein und Stäubchen

Bildquelle: LogiTales
Mondschein und Stäubchen
eine Geschichte von Oliver Kramer
84 Seiten
ISBN: 978-3-981-9871-0-2
LogiTales
16,90€


Eine wundervolle, sehr gefühlvolle Geschichte 
über Vorurteile, Familie, geliebt werden und eine ganz besondere Freundschaft
für Kinder ab 5 Jahren

Dieses Buch ist ein ganz besonders Buch.
Ein magisches Buch, das seine Leser auf einzigartige Weise in den Bann zieht. 
Auf viele, vor allem Erwachsene, mag die Darstellung der Katze angsteinflößend/ häßlich sein doch es gibt auch ganz andere Stimmen.
"So ein schönes Buch habe ich noch nie gesehen"
sagte die kleine Lizy als sie mich neulich in der Kinderbücherei besuchte. Dies gerade ausgesprochen kam en weiteres Kind dazu, das neugierig auf das Cover schaute. 
"Eine Katze!"
"Die guckt aber traurig!"
"Ich das eine traurige Geschichte?"
"Hat das Kätzchen keine Mama mehr?"
Lizy, die das Buch schon durchgeblättert hatte sagte:
"Das ist ein Zauberbuch."
"Ein Zauberbuch?" fragte das andere Kind neugierig und etwas zweifelnd.
"Ja, ein Zauberbuch. Es zaubert dir Schmetterlinge in den Bauch so schön ist es!"
"Kannst du schon lesen?" fragte das Kind das sich nun vorstellte.
"Ich bin Milla und kann noch nicht lesen aber mein Papa lies mir immer vor."
"Ich heiß Lizy. Ich kann noch nicht lesen ich komm aber bald in die Schule."
"Wenn du noch nicht lesen kannst wieso weißt du dann das das Buch toll ist?" fragte Milla.
Und was meint ihr, was Lizy antwortete?
Sie sagte:" es gibt Bücher da braucht man keinen Text, da sprechen die Bilder."
Milla guckte etwas seltsam fragte dann ob sie sich das Buch ansehen darf, setzte sich in eine Kuschellecke und öffnete das Buch.
Ich hätte gern Fotos von ihren Augen gemacht. Milla bekam große, neugierige, leuchtende und auch etwas traurige Augen. Man sah genau wie sehr schon der erste Blick ins Buch sie magisch in das Buch und die Geschichte hinein zog.
Selten, sehr selten erlebt man so etwas in dieser Intensität. Oliver Kramer ist mit diesem Buch etwas besonderes gelungen, das einzigartig ist.
Der ein oder andere mag sich jetzt wundern, das ich das Video mit der Geschichte vor die Buchvorstellung gestellt habe. Ich habe selbst lange überlegt ob ich das machen soll, doch so schön das Video auch ist, die Magie der Bilder, auch wenn es die gleichen sind erlebt man einfach nur mit dem Buch in der Hand, dies bestätigten auch die vielen Lesekinder, die sowohl das Buch als auch das Video angesehen haben.
Bevor ich nun weiter über die Wirkung des Buches bei den Kindern berichte erzähle ich euch erst einmal etwas über die Geschichte, die viele der Erwachsenen als sehr traurig interpretierten und sich mit dieser Äußerung den Unmut der Kinder zuzogen, die die Geschichte als "schön traurig" bezeichneten. 
Schön traurig?
Ja, ich glaube es trifft es ganz gut.
Das kleine Kätzchen Mondschein wird bei Nacht und Nebel in einem Karton ausgesetzt. Als Mondschein vorsichtig aus dem Karton klettert zieht sie ein warmes Licht, das aus einem Haus scheint, an.
Neugierig schaut sie hinein, als sie plötzlich ein furchterregender Hund anbellt. Eine große Gefahr, der Mondschein jedoch gerade noch entkommen kann und auf der Flucht in einem Keller landet.
In diesem Keller fühlt sie sich furchtbar einsam. Sie sehnt sich nach ihrer Mama und hat Hunger.
Traurigkeit und Verzweiflung beherrscht die Stimmung die plötzlich unterbrochen wird, denn Mondschein hört eine leise Stimme. Neugierig guckt ein kleines Mäuschen um die Ecke. Das Kätzchen weiß nicht das Mäuse ihre Beute sein kann und Katzen Mäuse zum fressen gern haben und auch das Mäuschen namens Stäubchen weiß nicht das vor ihr eine Katze steht, vor der sie eigentlich flüchten sollte um nicht gefressen zu werden. Die beiden mögen sich auf anhieb und Stäubchen hat Mitleid mit Mondschein. Um ihrer neuen Freundin zu helfen holt sie ihre Mutter, die natürlich entsetzt ist ls sie die Katze sieht. Eine Katze kann niemals ein Mäusefreund sein. Ein Vorurteil, dass Stäubchen nicht versteht, als liebes Kind aber hin nimmt und der Mutter folgt. Wieder ist Mondschein allein. 
Traurig?
Ja!
Doch dann geschieht etwas, was das Blatt wendet. Mondschein rettet mutig und mit ein bisschen Zufall und Missgeschick Stäubchens Leben. Jetzt ist auch der Mäusemama klar, die Katze ist keine Gefahr sondern ein Freund und so bringt sie die Lebensretterin an den Ort wo für Mäuse und Katzen das Schlaraffenland ist, doch wieder liegen Freund und Leid nah beieinander. Der menschlicher Bewohner kommt herein. Stäubchen und Mamamaus fliehen sofort, nur Mondschein bleibt zurück und wird prompt als Dieb bezeichnet und für alles vorangegangene verantwortlich gemacht. Nur das Kind des Hauses sieht dies anders, hat sich immer schon eine Katze gewünscht und möchte zu gern Katzenmama werden. Mondschein wird beim Begriff "Katzenmama" ganz warm ums Herz doch der Vater sieht dies anders. Stäubchen beobachtet das Geschehen aus sicherer Entfernung und hat einen Plan, der tatsächlich aufgeht und so bekommt Mondschein seine neue Katzenmama.
Trotz aller Unwägbarkeiten, und einem Auf und Ab an Gefühlen erleben wir dann ein richtiges Happy End.
Genau dieses Auf und Ab der Gefühle ist es dann auch was die Kinder mit "schön traurig" bezeichnen.
Gefühlvoll und mutig ist nicht nur die Geschichte sondern auch das Erleben für die Lesekinder.
Sie fiebern, zittern und freuen sich ganz unmittelbar mit und durchleben so viel von dem was Mondschein erlebt sehr intensiv. Diese Intensität bewirkt aber auch ein besonders Verstehen. Sie erleben mit Mondschein das Gefühl allein zu sein, unsicher zu sein, sich zu freuen, zu erleben wie es ist wenn jemand über einen Urteilt ohne ihn zu kennen.
Oliver Kramer gelingt es seine Leser auf 84 Seiten immer wieder zu faszinieren und auf eine besondere Gefühlsreise zu schicken, die sie von Anfang an in den Bann zieht. Dies gelingt ihm nicht nur durch die unglaublich magischen, intensiven, ausdrucksstarken Bilder zu Beginn in geheimnisvollem, nächtlichem Blau mit einem hervorragendem Licht und Schattenspiel. Hinzu kommt die beeindruckende Kombination aus Foto und Zeichnung.
Die Kinder setzen sich nicht nur mit der Geschichte auseinander. Sie verstehen sehr schnell, das die Erzählung viel über die Bilder transportiert wird und versuchen die Bilder zu analysieren und zu verstehen. Gerade ab einem Alter von 4-5 Jahren kommt oft die Frage auf wie die Illustrationen entstanden sein können, was häufig zu lustigen Gesprächsrunden führt und gern auch mal Anlass für ein kreatives Projekt genutzt werden kann.
Collagen in denen Fotos oder ausgeschnittene Elemente mit eigenen Zeichnungen kombiniert werden erfreuen sich großer Beliebtheit.
Und so nimmt einen das Buch mit seinen wundervollen Bildern nicht nur auf eine Gefühlsreise mit sondern auch in die fantastische Welt der Illustration.
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