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Ein Trollkind in der Blaubeersuppe

Bildquelle: Annette Betz Verlag
Ein Trollkind 
in der Blaubeersuppe
von Outi Kaden
32 Seiten
1. Aufl. 13. Januar 2026
ISBN:978-3-219-12093-6
Annette Betz Ueberreuter Verlag
16,00

Freut euch auf eine superlustige, herzhüpfende, fröhliche Geschichte
voller Hilfsbereitschaft, Empathie, Situationskomik aber auch tollen, wunderbar
mitfühlbaren Beispielen über Rücksichtnahme, auf- andere- Achtgeben,
unterschiedlicher Bedürfnisse und Gefühlen wie Wut.
- und irgendwie auch eine Alltagsgeschichte -
Erzählt und illustriert von der fantastischen Künstlerin Outi Kaden
Für Kinder ab 3-4 Jahren
Könnt ihr euch vorstellen, was passiert, wenn ein etwas grummeliger, Ruhe liebender alleinlebender Bär gebeten wird auf 11 kleine quirlige Trollkinder aufzupassen?
Genau davon erzählt uns die fantastische Künstlerin Outi Kaden und lässt dabei nicht nur die Herzen der kleinen Leser immerfort höher hüpfen.
Hier werden wir alle, egal ob klein oder groß zum Schmunzeln aber auch mitfühlen verführt.
Wenn wir uns die kleinen munteren Trollkinder so anschauen können wir gut verstehen, wie viel Mama-Troll zu tun hat, um ihre lieben Kleinen zu beaufsichtigen. Als sie unerwartet zu ihrer kranken Schwester fahren muss, braucht sie dringend jemanden, der auf ihre Trollkinder aufpasst.
Und so führt sie ihr Weg zum Bären, um ihn um Hilfe zu bitten.
Der wiederum staunt nicht schlecht, als Mama-Troll ihn bittet auf ihre Kleinen aufzupassen.
Alle im Wald wissen, dass er seine Ruhe liebt und 11 kleine Trolle zu beaufsichtigen ist wohl das Letzte, was Ruhe verspricht.
Doch auch wenn der Bär eher ein "Einsiedler“ ist und zuweilen etwas brummelig, grummelig auf andere wirkt, hat er ein großes Herz und ist ein sehr hilfsbereiter Bär, der sich zugegeben an diesem Tag viel lieber zum Mittagsschlaf hingelegt hätte. Er versteht er die Not der Trollmama und willigt ein, auf die Rasselbande aufzupassen. Nichts ahnend, was ihn erwarten wird, sagt er:
"Aber natürlich, liebe Tollmutter, ich passe gerne auf die Kleinen auf.
Ich werde ihnen eine Geschichte vorlesen,
mit ihnen Musik machen
und ein schönes Spiel spielen."
(Zitat)
Ob das gut gehen kann?
Nicht nur Mama-Troll zweifelt ein wenig. Auch wir "Zuschauer" hegen Zweifel. Und so ist es auch kein Wunder, dass wir kurz darauf 11 kleine Trollkinder durch die Bärenhöhle toben sehen.
Was für uns lustig anzusehen und mitzuerleben ist, bringt den Bären ganz schön ins Schwitzen.
Das Angebot, eine Geschichte vorzulesen, findet nur eines der Trollkinder toll. Die anderen verstecken sich lieber in Teetassen, Kaffeekannen, hüpfen auf dem Sessel herum, verstecken sich in Schränken oder schaukeln übermütig auf der Hängelampe umher.
Was für ein Chaos.
Gerade als der Bär sich zum Vorlesen hinsetzten will, plumpst eines der Kleinen mit einem lauten Platsch in die mit Blaubeersuppe gefüllte Schüssel auf dem Tisch.
Ich erspare mir die Schilderung des Ausmaßes, das könnt ihr euch viel besser "live" ansehen.

Sicherlich versteht jeder, dass das für den Ruhe liebenden Bären zu viel ist. Seine Nerven liegen blank und Wut breitet sich in ihm aus, die mit einem lauten "AUFHÖREN!" hörbar ausbricht, und alle Trollkinder betroffen erstarren, ja -einige sogar weinen lässt.
Das hatten sie nicht gewollt und auch dem Bären tut es leid gebrüllt zu haben.
Doch wie soll es nun weitergehen?
Der Bär hat da zwei wirklich tolle Ideen.
Zuerst kocht er eine leckere Pilzsuppe - er weiß wie sehr Trolle Pilzsuppe mögen- und dann geht er mit den ihnen raus, wo er den Kleinen einen richtig tollen Spielplatz baut.
Wie toll der Spielplatz wird, viel viel Freude es allen macht und wie viel Spaß der Bär beim Bau hat, davon erzählt die Geschichte auf ganz zauberhafte Weise.
Hier warten nicht nur kurzweiliger Lesespaß und fantastisch-lebendige Bilder darauf, entdeckt zu werden, sondern es ist auch eine Geschichte in der gaaanz viel Hilfsbereitschaft sich Gedanken über den anderen machen zu erleben sind.
Sowohl der Bär mit seinem großen, warmen Herzen, als auch die Trollkinder sind voller Empathie.
Einige Lesekinder dachten zunächst, dass die Trollkinder nur wild umhertollen wollen, doch dem ist nicht so. Sie machen sich genauso Gedanken über den Bären, wie er sich Gedanken darüber macht, wie er den Tollkindern eine Freude machen kann und die unterschiedlichen Bedürfnisse, der dann doch so unterschiedlichen kleinen Trolle unter einen Hut bringen kann.
Er beginnt einen Spielplatz für sie zu bauen. Er überlegt sich dies und jenes und plötzlich erinnert er sich an seine eigene Kindheit, an all das, was ihm Spaß gemacht hat, und das lässt er in seine Baumaßnahme einfließen. Outi Kaden hat dabei wundervolle erzählende Worte gefunden, die alle Leserherzen höherschlagen lassen und den zu Beginn der Geschichte noch etwas grummelig, eigenbrötlerisch wirkenden Bären in ein ganz anderes Licht rückt.
Genau diese Entwicklung birgt ganz viel Gesprächsstoff. Gerade etwas ältere Kinder ab etwa 4,5-5 Jahren haben hierzu viel zu kommentieren, wobei man richtig schön merkt, wie empathisch und differenziert die Kinder sich in den Bären hineinversetzten können.
Und was ist ihr Fazit?
Das Fazit vieler Kinder ist, dass man offen sein sollte, andere / den anderen kennenzulernen und das ohne Vorurteile.
Es ist nicht immer alles so, wie es scheint und es kann sich lohnen sich aus seiner Komfortzone hinauszuwagen, um zu erleben, dass das Leben so viel mehr zu bieten hat, als man für möglich hält.
Und so ist Outi Kadens Geschichte nicht nur eine zauberhafte Geschichte für Kinder, sondern ein Buch, das allen Lesegenerationen etwas mit auf den Weg gibt.
Die Kinder können sich mit den Trollkindern identifizieren, Erwachsene vielleicht mit dem Bären.
Dabei unterstützen die wundervollen Bilder durch die Visualisierung der Geschichte das Mit- und Nachempfinden ganz fantastisch.
Von hier gibt es eine ganz, ganz große Herzens Leseempfehlung.

Ein heiterer, fantasievoller, gefühlvoller Lesespaß wartet darauf, entdeckt zu werden und viele, viele Leserherzen höher schlagen zu lassen.




Kurz und knapp
Hier erwarten euch nicht nur superschöne Bilder, sondern auch eine Geschichte, die in vielerlei Hinsicht viel mitgibt. Gefühlvoll, lebendig und mit ganz viel Herz erleben wir die Geschichte eines zurückgezogen lebenden alten Bären, der seine Ruhe liebt und sich in seinen Routinen so eingerichtet hat, das er glaubt glücklich zu sein. Doch dann wir der von der Trollmama gebeten auf ihre 11 kleinen Trollkinder aufzupassen.
Hilfsbereit, wie er ist willigt er ein und wird dabei anfangs ganz schön herausgefordert. Doch im Laufe der Zeit erleben wir, dass der Bär richtig aufblüht und auch die Trollkinder sich verändern.
Euch erwartet eine lustige Geschichte, die mitfühlen, mitempfinden aber auch Gefühle verstehen lässt.
Und darüber hinaus ist es eines der Bilderbücher, die auch Erwachsenen noch etwas mit auf den Weg geben kann.
Wieso?
Schaut es euch doch selbst an.
Hier wartet ein echter Familien-Lesespaß mit gaaanz viel Herz 💖