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"Bergisch Gladbach muss sparen Stadtteilbibliotheken stehen auf der Kippe"


In eigener Sache!

Das ist nun Geschichte!
Die Bücherei in Paffrath bleibt erst einmal bestehen aber ich habe mich aus der Bücherei mit meiner Kinderbücherei verabschiedet! Trotzdem hier noch einmal alles zu den Ereignissen zum Jahresende 2018
Ich bedanke mich bei allen für ihre Unterstützung und lieben Worte.


Der Kölner Stadtanzeiger vom 07.12.2018 schreibt:
"Bergisch Gladbach muss sparen

Stadtteilbibliotheken stehen auf der Kippe" 

Anke Bruns von der Sprechzeit im WDR berichtete:

Und auch wenn es jetzt von Seiten der Stadt versöhnlich und positiv klingt sollte man die Entwicklung im Auge behalten darum gilt weiterhin die Bitte wer die Petition noch nicht unterschrieben hat , bitte unterschreibt!

Bitte unterschreibt diese Petition!

Mehr zu diesem Thema erfahrt ihr zum einem in dem Artikel von Uta Bröker im Kölner Stadtanzeiger:

und was ich dazu zu sagen habe erfahrt ihr hier:



                                                                     




Der Stadtanzeiger vom 07.12.2018 berichtet::
"Bergisch Gladbach muss sparen

Stadtteilbibliotheken stehen auf der Kippe" 

Ich habe dazu ein Video eingestellt:
https://www.facebook.com/362397620762009/videos/305177480121315/

Seit dem Artikel von Frau Böker ist viel passiert:
Sah es zunächst schlecht für den Fortbestand der Bücherei aus hat sich mit dem Einschalten des WDRs einiges getan.
Anke Bruns von der Sprechzeit des WDR hat sich intensiv mit der Thematik beschäftigt und kam dann zum Ende des Drehs mit der guten Nachricht, dass die Öffentliche Bücherei vorerst nicht geschlossen wird und die Stelle des ausscheidenden Leiters neu besetzt werden soll.
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-koeln/video-sprechzeit-kinderbuecherei-vor-dem-aus-100.html
Ein kleiner Erfolg, den ich persönlich sehr skeptisch sehe. Um aber kein Öl ins Feuer zu tropfen nehme ich an dieser Stelle hierzu keine ausführliche Stellung mehr.
Fakt ist:
-die Stadt denkt über ein neues Gesamtkonzept aller in der Stadt befindlichen Büchereien nach.
-die Öffentliche Bücherei in Paffrath bleibt vorerst bestehen bis es ein solches Konzept gibt auf jeden Fall
-die Stadt möchte die Stelle der Leitung -Bücherei Paffrath- neu ausschreiben, hierzu bedarf es aber erst der Genehmigung des Kreises um die Stelle ausschreiben zu können.
-die Öffentliche Bücherei in Paffrath wird bis zu einer Neubesetzung nur von einer Assistentin mit halber Stelle ( 19,5 Stunden) weitergeführt, die für die Öffentlichkeit voraussichtlich Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10:00 bis 11:30 Uhr öffnet und Donnerstags von 15:00 bis 18:00 Uhr. 
Dies bedeutet für die Familien ( die hauptsächliche Zielgruppe der Bücherei), dass sie nur noch an einem Nachmittag in der Woche die Bücherei besuchen können. In der Regel sind die Kinder Vormittags in der Kita und Grundschule, so dass sie nur am Nachtmittag Zeit finden, die Bücherei zu besuchen 
-bislang hat die Stadt sich zu keiner Zeit offiziell darüber geäußert wie es mit dem Projekt Kinderbücherei weitergehen soll. Es heißt nur, dass ein gesamtstädtisches Konzept erarbeitet wird, das dann auch darüber entscheidet, was mit der Kinderbücherei passiert.
Doch was ist in der Zwischenzeit, bis es dieses Konzept gibt? Bereits Angang Ende Februar / Anfang März 2018 starteten diese Überlegungen und haben in einem dreiviertel Jahr zu keinem Ergebnis hierüber geführt.
Mit dem Ausscheiden meines Mannes ( dem derzeitigen Leiter der Bücherei) zum 31.01.2019 gibt es für mich und das Projekt Kinderbücherei keinerlei Grundlage mehr dort zu bleiben und mir wurde deutlich mitgeteilt, dass es für mich danach keine Zukunft in der Bücherei mehr gibt.
Also werde ich genau wie mein Mann zum 31. Januar 2019 die Bücherei verlassen.
Konkret heißt dass:
- ich baue die Kinderbücherei ab
- der alte Bestand an Kinderbüchern der Öffentlichen Bücherei Paffrath und einige Titel, die ich doppelt habe verbleiben in der Bücherei werden aber  auch an ihren alten Platz geräumt, denn den Raum den die Kinderbücherei jetzt nutzt wird es ohne meine Möbel so nicht mehr geben. 
Der Mitarbeiterin der Bücherei oder der Stadt bleibt es überlassen selbst dort etwas einzurichten.
Meine eingebrachten Bücher nehme ich wieder heraus um an anderer Stelle etwas aufzubauen.

Dies bedeutet, weder die neuen Bilderbücher noch die gemütliche Atmosphäre der Kinderbücherei , die die Familien so liebten , wird es in Zukunft hier geben.

Ich habe immer wieder angeboten weiter zu machen und meine Rezensionstitel mit einzubringen. Dies ist aber anscheinend nicht gewollt.

So bleibt es bei dem Fazit, dass es schön ist, dass die Bücherei erhalten bleiben soll doch jeder weiß genau, ohne die Kinderbücherei ist die Öffentliche Bücherei nicht mehr so attraktiv noch dazu mit nur einem Nachmittag Öffnungszeit der wirklich für Familien zur Verfügung steht.

Jeder kann nun selbst entscheiden ob das was erreicht wurde ein wirklicher Erfolg ist.
Ich könnte hier ausführen wieso ich das nicht so positiv sehe aber ich belasse es dabei.
Wer Schach spielt, der ahnt was ich meine.


Für alle, die den Anfang nicht miterlebt haben hier die weiteren Informationen, die alle vor dem WDR Bericht von Frau Bruns standen:
Seit dem der Artikel von Frau Böker im Stadtanzeiger stand werde ich immer wieder gefragt, ob ich mehr weiß als das was in der Zeitung steht.
Antwort:
Nein, leider weiß ich nicht mehr!!
Ich habe aber einen Brief / Konzept an die Parteien im Stadtrat geschrieben in dem ich versucht habe einmal die Fakten zusammenzutragen und einen Weg vorzustelle wie man die Bücherei kostengünstig weiterführen könnte.
Diesen Brief füge ich hier für Interessierte ein.
Sollte die Öffentliche Schulbibliothek in Paffrath für die Öffentlichkeit geschlossen werden, werde ich mein Projekt Kinderbücherei  als mobiles Projekt  weiterführen. Also im Grunde zurück zu den Wurzeln gehen. Das heißt dann aber, dass es den Familien nicht mehr zu Gute kommt sondern nur noch Einrichtungen / Kindergärten, Grundschulen etc.

Hier nun der Brief:


Sehr geehrte Damen und Herren,



einigen von Ihnen wird mein Name bekannt sein. Für diejenigen, die mich noch nicht kennen, möchte ich mich zunächst einmal vorstellen.



Ich heiße Anke Klepsch bin 52 Jahre alt, verheiratet, Mutter von insgesamt 7 Kindern im Alter zwischen 13 und 33 Jahren, Diplom Sozialpädagogin und Initiatorin der mobilen Projekte „Lesehöhle“ und „Erstleser“, die seit 2014 vereint unter dem Namen „Projekt Kinderbücherei“ nun stationär in der Öffentlichen Bücherei in Paffrath beheimatet sind. Mehr hierzu später. Seit über 1o Jahren arbeite ich ehrenamtlich in der Bücherei in Paffrath seit 2013 ehrenamtlich Vollzeit!



Mit diesem Schreiben möchte ich Ihnen zum einen die Öffentliche Bücherei in Paffrath, die einigen von Ihnen bestimmt nicht so viel sagt, und meine Arbeit dort vorstellen.

Grund für mein Schreiben ist der ungewisse Fortbestand der Bücherei wenn der jetzige Leiter im Februar 2019 in den Ruhestand geht.



Ich würde mich freuen wenn Sie sich einige Minuten Zeit nehmen könnten meinen Ausführungen zu folgen, in denen ich Ihnen unter anderem auch mein Konzept der Weiterführung und Stärkung  der Öffentlichen Bücherei in Paffrath ,ohne zusätzliche Kosten bzw. mit geringeren Kosten als zuvor, vorstellen möchte.



Die Öffentliche Schulbibliothek Paffrath

verfügt über rund 45.000 Medien. Das ist in etwa der Bestand einer Stadtbücherei in einer mittelstädtischen Stadt.

Auf Grund der Kombination von Schule- und öffentlicher Bücherei haben wir hier besondere Öffnungszeiten, die zusammengefasst eine Öffnung von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr ( außer Mittwoch, da ist der Nachmittag frei) gewährleisten und das bei 1,5 Stellen ohne Etat zur Anschaffung neuer Medien!



Die Öffentliche Schulbibliothek Paffrath mit Standort in der Gesamtschule Paffrath ist seit Gründung der Schule fester Bestandteil des Einzugsgebietes Paffrath / Hand. Einst in den Bauplänen als Stadtteilbücherei ausgewiesen arbeiteten hier in der Stadtteilbücherei bis zu 7 Beschäftigte. Die Schul- und Stadtteilbibliothek bekam einen festen Etat zur Anschaffung neuer Medien etc. sowohl von der Stadt als auch von der Schule.

Im Laufe der Jahre bzw. Jahrzehnte und mit sinkenden Etats in allen Bereichen stand die Bücherei immer mal wieder im Fokus geschlossen zu werden.

Vor einigen Jahren wäre es dann wirklich soweit gewesen wenn nicht die Bevölkerung und die Politik sich dafür eingesetzt hätten, dass die Bücherei bestehen bleibt.

So wurde unter der Federführung von Dr. Lothar Speer, dem damaligen Amtsleiter FB4 eine bislang einzigartige, wie ich finde geniale, Lösung gefunden, mit der seither alle gut leben können.



Die Bücherei in Paffrath ist seither nicht mehr der Stadtbücherei unterstellt sondern agiert als eigenständige öffentliche Schulbibliothek.



Das hatte zur Folge, dass der Stellenschlüssel auf 1,5 Stellen reduziert wurde und die Bücherei seither keinen Etat mehr zur Anschaffung  neuer Medien bekommt. Weder von der Stadt noch von der Schule.

Nun fragen Sie sich vielleicht, wie so eine Arbeit möglich ist?

Die Öffentliche Schulbibliothek schafft seither neue Medien von den Geldern an, die sie selbst erwirtschaftet. Das heißt, die Einnahmen aus Gebühren ( Mahngebühren, DVD Ausleihe und Benutzerentgelt der Erwachsenen) bilden die Grundlage für Neuanschaffungen.

Leider sind die Einnahmemöglichkeiten, die sich nach  den Vorgaben der Stadtbücherei richten in den letzten Jahren drastisch eingeschränkt worden.



Gab es zunächst noch bis 2013 kostenpflichtige Leserausweise für Kinder und Erwachsene schaffte die Stadt die Ausweisgebühren in Höhe von 6,-€ pro Jahr für jedes Kind ab um allen Kindern einen Zugang zu Medien zu ermöglichen. Grundsätzlich ein positiver Schritt, der für die Bücherei in Paffrath jedoch erhebliche finanzielle Einbußen bedeutete, da Paffrath sehr viele Kinder unter den Benutzern hat.

Damals hieß es von Seiten der Stadtbücherei, dass errechnet worden sei, dass der Stadtbücherei dadurch rund 4800,-€ an Einnahmen entgehen würden, die zu verkraften wären. Dabei wurden leider die Paffrather Benutzer nicht mit berechnet, da Paffrath ja nicht mehr Teil der Stadtbücherei war.



Ein weiterer massiver finanzieller Einschritt, der die Einnahmen der Bücherei in Paffrath reduzierte war die Änderung der Mahngebühren. Musste ein Benutzer eine DVD zurück geben und tat dieses nicht pünktlich wurde bereits nach einem Tag eine Mahngebühr von 1,-€ fällig., für jeden weiteren Tag auch 1,-€. Mit der Änderung wurdeceine Mahngebühr erst ab dem dritten Werktag fällig und dann auch nur zu den Mahngebührensätzen der Bücher. D.h. in der ersten Woche 0,50€ in der zweiten 1,00€ etc. Die Stadtbücherei begründete diese Maßnahme damit, dass die Ausleizahlen im Bereich DVD rückläufig seien, da viele keine DVD’s mehr ausleihen würden auf Grund der hohen Mahngebühren.

Das mag dahin gestellt sein ob es so ist, unsere Benutzer in Paffrath haben nie auch nur ansatzweise darüber geklagt, da sie die Gebührenordnungen kannten und sich dessen bewusst waren pünktlich abzugeben oder eben rechtzeitig zu verlängern. Machten sie es nicht nahmen sie die Mahngebühren anstandslos in Kauf kommentierten es sogar oft auch mit „es kommt ja der Bücherei zu Gute“. Die Reduzierung der Mahngebühren wurde mit einer Vereinheitlichung begründet, die es defakto aber gar nicht gibt, da für Bestseller in allen Medienbereichen andere Mahngebühren ohnehin geblieben sind.



Die letzte drastische Einnahmereduzierung kam dann im März diesen Jahres.

Seit März beträgt die Ausleihfrist für DVD’s nicht mehr 1 Woche wie all die Jahre zuvor sondern 4 Wochen. Die Stadtbücherei war der Ansicht, dass die Benutzer so mehr ausleihen würden.

Wir in Paffrath konnten dies nicht feststellen. Vielmehr gibt es nun viele verärgerte Kunden. 1 oder 2 Wochen wartet man schon mal auf einen Film aber 4 Wochen nicht.

Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Menschen sich die Filme online herunter laden und der DVD Bereich ohnehin sinkend ist ist dies, meiner Ansicht nach,  ein fataler Fehler gewesen.

Gerade im Bereich der Bestseller, die normalerweise 2,-€ pro Woche kosteten bedeutet dies jetzt 2,-€ für 4 Wochen. Wo man sonst mit einer DVD bis zu 8,-€ im Monat erwirtschaften konnte sind es nun nur 2,-€. Dazu kommt, dass ein Bestseller nur eine bestimmte Zeit ein Bestseller sein kann. Es kommen so viele Filme im Jahr heraus, das Film und DVD Geschäft ist schnelllebig und lebt von Aktualität. Wenn bislang mindestens 4 Benutzer pro Monat den Film gucken konnten kann nun nur einer ihn sehen, es sei denn der Nutzer ist so nett und gibt ihn früher zurück, was in der Regel nicht der Fall ist.

Das wiederum heißt, dass ihn nach einem halben Jahr ( länger kann es kein Bestseller sein) statt 24 nur noch 6 Nutzer gesehen haben.

Alle unsere Paffrather Nutzer verstehen diese Änderung nicht!! Eine Leihfrist von einer Woche kann kurz sein, reicht in der Regel aber aus und hat es ja über all die Jahre auch. Eine kostenlose Verlängerung um eine Woche wäre hier wohl die sinnvollere Maßnahme gewesen, die nicht so viel finanzielle Einbußen zur Folge gehabt hätte. Durch die Regelung mehr zu verleihen ist in Paffrath nicht zu erkennen.



Aber das ist auch nicht das was ich Ihnen eigentlich ans Herz legen wollte.



Da die Bücherei in Paffrath auf die Einnahmen angewiesen ist, ist jede Änderung, die die Stadtbücherei veranlasst einschneidend.



Die Einnahmen der Bücherei in Paffrath reichen nicht aus um ein attraktives Angebot an neuen Medien für die Kunden bereit zu halten.

Aus diesem Grund kam ich 2014 auf die Idee, meine Wanderprojekte in eine stationäre Kinderbücherei umzuwandeln.

Durch Brandschutzmaßnahmen im Untergeschoss der Bücherei, bekam der dortige Raum, der bislang hin und wieder für Theaterveranstaltungen und hauptsächlich als Lager genutzt wurde einen neuen Bodenbelag. Da der Bereich von oben über eine Galerie völlig einsehbar ist, ist dieser Raum der ideale Platz für eine Kinderbücherei, die gleichzeitig auch als Lesebereich für alle Benutzer dient.

2014 stellte ich daher dem damaligen Amtsleiter Dr. Lothar Speer und der Schulleitung mein Konzept vor, die dieses befürworteten.

So kaufte ich von meinem privatem Geld Möbel und brachte meine privaten Rezensionsexemplare, die ich von den Verlagen als freie Rezensentin erhielt mit ein und integrierte den recht kleinen Bestand an Bilderbüchern der Bücherei. So entstand in kürzester Zeit eine sehr ansprechende Kinderbücherei, in der wir regelmäßig Vorlesestunden, Bilderbuchkino, Autorenlesungen und Puppentheaterveranstaltungen anboten.

Dank einer kleinen finanziellen jährlichen Unterstützung der VR Bank Paffrath, konnten wir sogar Autoren wie Jörg Hilbert ( Ritter Rost) für eine Lesung gewinnen. Bis heute steigen, die Benutzerzahlen stetig. Die Kinderbücherei mit ihrem Angebot ist weit über Bergisch Gladbach hinaus bekannt.

Um für neue Medien, die ich nicht von Verlagen bekomme, Geld zu haben nähte ich Taschen, Körnerkissen etc. die wir bei Veranstaltungen im Haus ( Kabarett in der IGP) verkauften.

Die Kinderbücherei benötigte somit bis Mitte 2017 keine finanziellen Mittel aus den Einnahmen der Öffentlichen Bücherei. Normalerweise hätten die Einnahmen auch für die Anschaffung von Kinderbüchern herangezogen werden müssen. Durch diese Regelung blieb so nun aber alles erwirtschaftet Geld für die Anschaffung der anderen Medien. Es war genug Geld da um ein recht gutes/ attraktives Angebot bereit zu stellen und auf Leserwünsche ein zu gehen.

Leider gab es dann eine Meinungsverschiedenheit mit der neuen Leiterin der Stadtbücherei und dem neuen Amtsleiter FB4 Herrn Rockenberg, der darauf beruhte, dass es plötzlich hieß, das meine von mir eingebrachten Bücher etc., die alle gesondert im Katalog als Projekt Erstleser auch gekennzeichnet sind, nicht mehr mir gehören würden, obwohl es eine Absprache unter alter Leitung gab, dass wenn ich mit dem Projekt einmal ausziehen würde oder die Bücherei geschlossen würde, ich meine Sachen alle mitnehmen kann. Es waren und sind nur Leihgaben bleiben  mein Eigentum. Nach langem Hin und Her hieß es dann es wäre alles ein Missverständnis und ich bekäme meine Sachen wieder. Doch angesichts der Tatsache, dass hierüber keine weitere Regelung getroffen werden konnte, habe ich das Einbringen meiner Rezensionsexemplare zunächst eingestellt. Nun muss die Bücherei Paffrath wieder selbst Kinderbücher kaufen und die Ausgaben für Anschaffungen splitten.

Ein Umstand den ich sehr bedauere, denn es ginge ganz anders. So wie es einst 2014 aufgebaut wurde.

Wie es in den nächsten Jahren gehen könnte erfahren Sie gleich.



Das der Leiter der Öffentlichen Bücherei in Paffrath Ende Januar in den Ruhestand geht ist nicht erst seit gestern bekannt.

Dennoch sieht sich niemand innerhalb der Verwaltung in der Lage zu sagen, wie es nach seinem Ausscheiden mit der Bücherei weiter gehen soll.

Die Benutzer wissen um diesen Sachverhalt und fragen ständig ob wir etwas wissen. Selbst die Schulleitung, die davon ja auch betroffen ist weiß nichts.

Überall wird auf Jahre hinaus geplant nur in diesem Fall nicht?

Ich finde dieses sehr seltsam. Es hat Anfang des Jahres ein Gespräch innerhalb der Verwaltung mit 10 beteiligten Personen unterschiedlichster Funktionen und Stellen gab, doch Ergebnisse sind mir nicht bekannt.



Daher dieses Schreiben!!



Ich möchte Ihnen einen Vorschlag unterbreiten!



Rahmenbedingungen:

Der Standort Paffrath benötigt eine Öffentliche Bücherei. Nicht nur, dass die Bücherei seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Stadtteillebens ist, sind die Stadtteile Paffrath und Hand mit den Jahren eng verschmolzen. Insgesamt 6 große Neubaugebiete die bis zum Tor der Bücherei reichen sind in den letzten Jahren hinzu gekommen. Bereiche in denen viele Familien mit kleinen Kindern ein neues Zuhause gefunden haben. Sie alle sind potentielle Benutzer der Bücherei, viele sind es seit vielen Jahren und Jahrzehnten. Wir haben im direkten Umkreis mehrere Kindergärten und Grundschulen, die mit der Bücherei zusammenarbeiten. Ebenfalls befinden sich hier mehrere Senioreneinrichtungen, deren Bewohner regelmäßig zu uns kommen.  Die Bücherei ist als einzige im Stadtgebiet barrierefrei!! Durch die Kinderbücherei zieht die Bücherei nicht nur Kinder an sondern Familien. Sie ist auch Treffpunkt für ein Miteinander geworden. Jung trifft Alt etc. Viele ältere Menschen kommen nur um sich hinzusetzten und mit den Kindern in Kontakt zu kommen. Spontanes Vorlesen ist häufig zu finden.

Die Bücherei ist somit nicht nur Medienversorger sondern eine wichtige soziale Komponente im Stadtteilleben. Ein Ort der Begegnung!



Ich weiß, unser Bürgermeister sagt immer das Leben sei kein Ponyhof und auch kein Wunschkonzert dennoch möchte ich hier als Bürger der Stadt meine Wünsche äußern verbunden mit einem fundierten Plan, der die Stadt nicht mehr kostet als heute ( ehr etwas weniger!!!) und dennoch eine unglaubliche Bereicherung wäre.



Wie ich bereits mehrfach erwähnte habe ich 2014 das Projekt Kinderbücherei gegründet, das in der Öffentlichen Bücherei beheimatet ist.

Hier möchte ich kurz noch erwähnen, dass ich auch einen Medienbereich für die Flüchtlinge in Verbindung mit einem Mehrsprachenbereich integriert habe



Wenn Sie alle mich unterstützen würden würde ich gern diese Arbeit fortsetzen und weiter ausbauen!!



Das könnte wie folgt aussehen:

Als Rezensentin, darf ich die Bücher, die ich bespreche behalten.

Zur Zeit befinden sich in der Kinderbücherei rund 700 mit dem Vermerk „Projekt Erstleser“  gekennzeichnete Titel  im Bestand, darüber hinaus rund 300 Titel, die ich ohne Vermerk eingebracht habe. Auf Grund der unklaren Lage, der Besitzverhältnisse dieser Titel hatte ich , wie bereits erwähnte, seit Mitte 2017 kaum noch Bücher eingebracht. Seither liegen die besten und schönsten Bücher und CD‘s bei uns Zuhause und es werden täglich mehr. Stand 01.10.2018 sind es 2227 Bilderbücher 114 CD’s und einiges andere mehr.

Jedes Buch kostet mindestens 12,80€ in der Regel 14,80€ nur um einmal den Wert dessen zu verdeutlichen!



Sollten Sie sich entschließen, die Bücherei nicht aufzugeben und sie wie bisher eigenständig weiterführen zu wollen könnte ich mir Folgendes vorstellen:

Ich könnte Vollzeit- oder Teilzeit - aber angestellt- und nicht mehr ehrenamtlich, zusammen mit Frau Grunendal –Homann, die in der Bücherei mit halber Stelle arbeitet  und zu gleichen bzw. ähnlichen Bedingungen  wie heute weiter arbeiten. Auch wäre es eine Option eine Bundesfreiwilligenstelle einzurichten, auf die ich gehen könnte.

Mir ist bewusst, dass ich selbst bei einer Vollzeitstelle nicht das Gehalt einer Leitung bekäme aber hier würde sich bestimmt eine Lösung finden.

Gehen wir  nur einmal von einer Halbtagsstelle mit 19,5 Wochenstunden aus, dann wären die Kosten schon beim Gehaltsfaktor niedriger als heute!!

Mit Frau Grunendahl- Homanns Stelle zusammen könnten ich den Betrieb und die Öffnungszeiten in ähnlicher Form aufrecht erhalten. Wie ich erfahren habe sind im Haushaltsplan für das kommende Jahr ohnehin 2 Halbe Stellen vorgesehen.

Zwar würde ich mir eine Änderung der Öffnungszeiten wünschen aber im Großen und Ganzen bliebe es so. Frau Homann, die soweit ich weiß über das Schulamt angestellt ist ist wie gewohnt Vormittags da und deckt somit den Bereich Schule und Öffentlichkeit ab. Ich hingegen würde bei 19,5 Stunden den Nachmittagsbereich bis in den Abend übernehmen und die Öffnungszeiten am Nachmittag erweitern.



Unter der Voraussetzung, dass ich meine Medien, die ich selbst einbringe im Fall meines Ausscheidens zurück bekomme würde ich die, die ich noch aus den letzten Monaten Zuhause habe und die, die kommen werden wieder einbringen. Somit hätte Paffrath eine einzigartige Kinderbücherei, dessen Bestand nicht nur aktuell sondern auch qualitativ hochwertig wäre.

Mit gezielter Planung insbesondere hinsichtlich der Öffnungszeiten ist es möglich feste Angebote wie Bilderbuchkino, Vorlesestunden etc. anzubieten. Eine Regelmäßigkeit bindet Leser. Auf Grund meiner Ausbildung ist es mir möglich gezielte Angebote auch im Bereich der konkreten Leseförderung anzubieten. Da ich im Freundeskreis mittlerweile eine doch stattliche Anzahl bekannter Autoren und Illustratoren habe ist es mir zudem möglich Lesungen zu veranstalten, die keine Kosten verursachen. Man könnte in den Ferien sogar daran denken Workshops im kreativen Schreiben und Zeichnen anzubieten.



Durch das Einbringen meiner Medien, die sich nicht nur auf den Bereich Kindermedien beschränken, kann das erwirtschaftete Geld über Einnahmen der Gebühren für alle anderen Bereiche verwendet werden. Selbst bei schlechter Einnahmezeiten kann den Bürgern so ein sehr attraktives und kundenorientiertes Angebot gemacht werden.

Schon heute kauft die Bücherei in Paffrath nicht nach Bestsellerlisten ein, wie es andernorts häufig der Fall ist sondern an den Wünschen der Leser orientiert. Konkret heißt dies, dass wir zum einen sehr genau wissen was unsere Kunden lesen, hören und sehen möchten und ganz wichtig, wir nehmen die Leserwünsche sehr ernst und versuchen im Rahmen der Möglichkeiten diese zu erfüllen. Unsere Leser sind das wichtigste Parameter bei der Anschaffung neuer Medien. Was ein oder zwei sich wünschen stößt in der Regel auch bei den anderen Kunden auf Interesse.

Das sehe ich bei den Kindern genauso wie bei den Erwachsenen.



Sicherlich liegt der Schwerpunkt der Bücherei auf der Gruppe der Familien mit Kindern. Dies ist so und sollte auch so bleiben. Angesichts der Tatsache, dass für digitale Medien unendlich viel Geld herausgeschmissen wird und dies auch von Land und Bund gefördert wird sollte die Büchereiarbeit insbesondere die Arbeit mit dem Medium Buch hier in den Vordergrund gestellt werden.

Die sicherlich vielen bekannte Autorin Kirsten Boie, hat unlängst mit vielen weiteren Kollegen und Engagierten eine Petition ins Leben gerufen, die deutlich macht wie wichtig Leseförderung gerade in der heutigen Zeit ist.. Wir können nicht beklagen, das unsre Kinder und Auszubildende nicht mehr in der Lage sind einen Text, eine Anweisung zu lesen, zu verstehen und umzusetzen, wenn wir nur noch den Fokus auf die digitalen Medien richten. Die Neurowissenschaftler allen voran Dr. Hennig Beck sind zur Zeit ständig in den Medien zu sehen. Henning Beck erklärte unlängst in einer Sendung bei Markus Lanz, in der auch Kirsten Boie zu Gast war, wieso man das Gelesene auf Tablett, Handy und Lapto nicht wirklich verinnerlichen und merken kann. Viel zu wenig ist bekannt, dass es nicht darum geht, dass Kinder einen Text lesen und vorlesen können sondern ihn auch verstanden haben müssen. Diese Leseverständnis ist Grundlage der Lesefertigkeit, die ermöglicht aus dem Gelesenen auch zu lernen. Das Gehirn merkt sich  nach bestimmten Strukturen etwas. Diese Struktur kann ein Bildschirm nicht bieten. Haben wir ein Buch in der Hand merken wir uns bei richtigem Lesen in etwas wo was und in welchem Zusammenhang gestanden hat. Wir können eventuell dazu gehörige Bilder mit dem Text verbinden, vor und zurückblättern. Wen es interessiert der kann unter folgendem Link ab Minute 41,5 wird es interessant https://www.youtube.com/watch?v=PfmwmPGcWkM.

Hier kommt zunächst Kirsten Boie mit ihrer Petition „Jedes Kind muss lesen lernen“ zu Wort und ab Minute 56 setzt Dr. Henning Beck  ein und erklärt sehr eindrucksvoll.



Die Schulen können diese Aufgabe nicht allein bewältigen. „18.9 %  ( fast ein 1/5 ) der Kinder können heute nicht sinnentnehmend lesen“ sagt Frau Boie.

Hier sehe ich die Aufgabe der Büchereien mitzuwirken, das unsere Kinder wieder lesen lernen und vor allem Freude am Lesen haben.

Die Freude am Lesen kann die Schule auf Grund ihrer Leistungsorientierung nicht immer wecken. Hier ist die außerschulische Leseförderung, die mit Spiel, Spaß, Singen, Tanzen und Basteln und vor allem Autorenbegegnungen einhergehen ein wichtige Zugang.

Vorlesen und Bilderbuchkino ist ein wichtiger Bereich in der Gruppe der Klein- und Vorschulkinder, aber gerade im Grundschulalter bedarf es weiterer Angebote, die zielgerichtet sein müssen. Hierzu bedarf es einer bestimmten Ausbildung, über die die meisten Bibliothekare und Assistentin nicht verfügen. Ich habe mit Prof. Dr. Peter Conrady und Prof. Dr.Malte Dahrendorf über viele Jahre zusammengearbeitet und genau den Bereich der Erstleser, auch zusammen mit Kirsten Boie, analysiert und Richtlinien entwickelt, nach denen die Verlage seit mittlerweile über 20 Jahren ihre Erstlesereihen konzipieren und Lehrer dies in ihrer Arbeit umsetzen. Die Schule bildet die Grundlage auf die in der außerschulischen Leseförderung aufgebaut werden kann, in der man in kleinen Gruppen mit Spaß Geschichten liest, darüber redet und das Lesen gezielt fördert.



Hier könnte ich in Form von Leseclubs Angebote machen.

Die Nachfragen der Eltern zeigen, dass ein großer Bedarf da ist. Zudem besteht die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen Elternabende zum Thema der „Leseförderung in der Familie“, zu veranstalten.



In der täglichen Arbeit lässt sich feststellen, dass neben der Zielgruppe der Kinder die Erwachsenen ganz gezielt nach Medien fragen.

Hier allem voran die Romane, gefolgt von Büchern zum Thema Gesundheit / Ernährung / Kochbücher, Garten und Kreativität hier insbesondere die Gruppe Nähen/ Handarbeiten. Ein letzter Bereich sind die Reiseführer. Der Bereich der Sachliteratur ( mit Ausnahme der Heimatkunde) wird kaum nachgefragt und muss dementsprechend auch nicht all zu viel mit neuen Medien bestückt werden.

Ergänzend zu den Büchern werden selbstverständlich, CD’S insbesondere Hörbücher und DVD’s weiterhin das Angebot der Bücherei füllen.



Wenn die Erwachsenen, die über die Kinder auch an das Angebot für sie herangeführt werden d.h. wenn sie sehen was die Bücherei für sie bietet, werden auch sie für sich einen Ausweis, der dann kostenpflichtig ist beantragen, was wiederum die Einnahmen der Bücherei erhöht.



Grundsätzlich ist zu sagen, dass angesichts der überall schlechten Haushaltslagen und der Sparmaßnahmen im Bereich Kultur kostengünstiger als in Paffrath keine Büchereiarbeit geleistet werden kann. Wenn die Büchereien im Land nur das Geld  zur Anschaffung neuer Medien zur Verfügung hätten was sie zuvor erwirtschaftet haben, dann hätten nicht so viele Büchereien geschlossen werden müssen. Im Übrigen ist der Trend der Schließungen stark rückläufig. Vielerorts werden gerade wieder geschlossene Einrichtungen neu aufgebaut, da der Bedarf da ist.



In Paffrath/ Hand ist der Bedarf einer Bücherei für Jung und Alt groß. Auch gehören zum Einzugsgebiet Schildgen, Hebborn und Dellbrück. Wir haben viele Stammkunden aus Bensberg und Refrath aber auch Odenthal, Kürten und sogar Lindlar.



Wichtig bei all Ihren Entscheidungen sollte sein, die Bevölkerung und die Leser mit einzubeziehen. Unsere Leser möchten ihre Bücherei behalten und natürlich ihre Kinderbücherei, die die Stadt nun wirklich nichts kostet.



Schön wäre es wenn die Bücherei in der heutigen Konstellation als  eigenständige Öffentliche Schulbibliothek erhalten bleiben könnte.



Vielleicht sollte ich an dieser Stelle, für alle die sich nicht so mit dieser speziellen Sachlage auskennen, erwähnen, dass die Leserausweise der Öffentlichen Bücherei in Paffrath von der Stadtbücherei Bergisch Gladbach mit ihrer Zweigstelle Bensberg gegenseitig anerkannt werden. D.h. die Leser können mit ihrer Leserkarte in allen drei Büchereien ausleihen.



Hiermit möchte ich dann auch den Hauptteil meines Anliegens abschließen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen vermitteln wie wichtig die Bücherei in Paffrath für die Bevölkerung ist.

Neben der Barrierefreiheit ist auch das großzügige kostenlose Parkangebot zum Schluss hervor zu heben.

Sollten Sie noch Fragen haben stehe ich Ihnen gern zu persönlichen Gesprächen zur Verfügung. Sie sind herzlich eingeladen die Bücherei in Paffrath einmal persönlich zu besuchen.

Wer neugierig auf die Kinderbücherei ist kann sich im Internet auf meinem Blog umsehen. Hier  sind einige Bilder zu finden und hier stelle ich alle meine Rezensionen ein. In den Rezensionen berichte ich darüber hinaus auch immer wieder über Aktionen, die ich mit Kindern veranstaltet habe und vor allem die Reaktionen auf die Lesestunden.




Darüber hinaus gibt es einen zweiten Blog in dem ich Medien für Erwachsene vorstelle. Er ist nicht so umfangreich wie der Blog der Kinderbuchkiste doch zeigt er, dass ich auch Bücher für Erwachsene rezensiere, die ich im Fall einer Zusammenarbeit auch mit einbringen würde.






Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und verbleibe mit herzlichen Grüßen



Anke Klepsch



p.s.

Wer nach all den langen Ausführungen auch noch etwas über wünschenswerte Änderungen erfahren möchte kann gleich weiter lesen.







Wünschenswerte Änderungen:



Auf Grund der besonderen Lage in der Schule kommt es immer wieder zu Problemen, die sich aber im Grunde mit etwas Flexibilität aus dem Weg räumen ließen.



Dies betrifft:

-          Die Öffnungszeiten

-          Den Zugang in den Ferien

-          Wochenend- und Abendveranstaltungen



Da die Schule über eine Alarmanlage verfügt, die den Bereich der Bücherei seit längerem mit einschließt können bestimmte Veranstaltungen nicht mehr wie früher durchgeführt werden.

Das sind zum einen Veranstaltungen wie Figurentheater und Autorenlesungen aber auch Büchereiübernachtungen.



Den Sportvereine und auch die Heimatklänge Nussbaum wird die Möglichkeit gegeben, die Sporthalle und Räumlichkeiten in der Schule am Abend und an den Wochenenden zu nutzen.



Ich würde mir wünschen, dass von Seiten des Fachbereichs 8 in Kooperation mit den Hausmeistern eine Lösung gefunden werden könnte dass wenn die Hausmeister ohnehin für Veranstaltungen bereit stehen müssen auch die Bücherei in dieser Zeit für Veranstaltungen geöffnet werden könnte.

Es ist klar, dass dafür nicht der Haupteingang extra geöffnet werden muss. Es würde reichen wenn der Seiteneingang, der unmittelbar in die Bücherei führt zugängig wäre. Allem Voran natürlich, dass die Alarmanlage abgeschaltet ist.

Das würde uns die Möglichkeit geben an den Tagen, an denen z.B. in der Turnhalle Betrieb ist Abendveranstaltungen für Erwachsene anzubieten. Autorenlesungen genauso wie ein Leseclub etc.



Wenn die Sporthalle an Wochenende tagsüber genutzt wird könnten wir ebenfalls Lesungen und andere Veranstaltungen für Kinder und Eltern anbieten.



Für Lesenächte müsste man auch eine Lösung finden können



In den Ferien ist der Haupteingang der IGP offiziell nicht geöffnet. Tatsächlich sieht es aber so aus, dass der Eingang stundenweise meist bis 16:00 Uhr doch auf ist dann aber geschlossen wird.

Für unsre Leser bedeutet dies, sie kommen über den Haupteingang rein aber unter Umständen nicht mehr raus kommen. Es gibt einen Hausmeister, der vor der Schließung in die Bücherei vorbei kommt und ankündigt, dass er schließt, dann können sich die Benutzer darauf einrichten und gegebenenfalls noch raus gehen. Leider machen es die anderen Hausmeister nicht. Auch hier wäre mit etwas Entgegenkommen schnell eine Lösung zu finden.



Wenn der Haupteingang in den Ferien geschlossen ist können die Benutzer nur über den Zugang „Auf dem Büchel“ die Bücherei erreichen. Das war bis zum Sommer kein Problem da an der Straße ausreichend Parkmöglichkeiten bestanden. Nun hat die Stadt hier aber an dem Randstreifen Poller im Abstand von etwa 1 Meter gesetzt, was ein Parken auf der dahinter liegenden Grünfläche nicht mehr möglich macht. Auf der Seite der Häuser jedoch gibt es keine Parkplätze, da die Anwohner hier entweder Ausfahrten oder Parkplätze haben. Nach Auskunft der Anwohner soll auch noch ein Parkverbot in bestimmten Bereichen eingerichtet werden, was ein Mitarbeiter der Stadt bestätigte.

Früher war es so, dass die Benutzer der Bücherei und die Angestellten in den Ferien mit dem Auto über den Schulhof ums Haus herum fahren konnten, direkt vor den Eingang der Bücherei.

Mittlerweile gibt es hier jedoch einen Zaun, dessen Tor offiziell geschlossen ist, tatsächlich sieht es aber so aus, das die Handwerker sehr wohl auf den Hof fahren können. Das Tor wird entweder offen gestellt bis Nachmittags oder sie bekommen einen Schlüssel.

Da zwei der Hausmeister direkt am Tor wohnen dürfte es eigentlich kein Problem darstellen für die kurze Zeit der Öffnung der Bücherei in den Ferien das Tor zu öffnen bzw. den Mitarbeitern einen Schlüssel zu geben damit diese das Tor zu den Zeiten öffnen und später wieder schließen. Das Fußgängertor zur Straße  Auf dem Büchel muss ohnehin von den Hausmeistern geschlossen werden.



Das hört sich jetzt nach Kleinigkeiten an ist aber im Alltag wirklich von Bedeutung und zur Zeit nicht zu regeln. Angesichts der Tatsache, das wir viele ältere Menschen unter den Benutzern haben ist es für alle Beteiligten wichtig möglichst kundenfreundliche Zugänge zu haben.



Wünschenswert wäre auch eine Verlängerung der Öffnungszeiten am Abend auf 19:00 Uhr.

Es muss ja nicht an jedem Tag sein, aber wenn in der Sporthalle ohnehin noch Veranstaltungen sind dürfte diese eine Stunde Verlängerung eigentlich auch kein Problem darstellen.



Bei allem was entschieden wird sollte man die Bedürfnisse der Bevölkerung so weit als möglich berücksichtigen. Dies muss nicht zu Lasten anderer gehen sondern kann in der Regel durch die Bereitschaft zur Kooperation und der Kommunikation mit ein wenig Flexibilität geregelt werden,



In diesem Sinne bedanke ich mich nochmals, dass Sie sich die Zeit genommen haben meinen Ausführungen zu folgen.



Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich mich mit einer Initiativbewerbung bei der Stadt Bergisch Gladbach um eine Stelle in der Öffentlichen Bücherei in Paffrath ab dem 01.02.2019 ( also nach Ausscheiden des jetzigen Leiters der Bücherei) beworben habe.

Auch möchte ich noch erwähnen, dass der Leiter der Öffentlichen Schulbücherei Paffrath immer wieder in Gesprächen mit dem Fachbereich erwähnt hat, dass er gerne weiter arbeiten würde . Vollzeit oder stundenweise  auf 450,-€ Basis  oder  auch in Form einer Stelle mit dem Programm des Bundesfreiwilligendienstes,

Auch wenn die Öffentliche Bücherei in Paffrath ein Teil  der Verwaltung ist sollte man für innovative Konzepte ein offenes Ohr haben. Man kann mehr erreichen und der Bevölkerung bieten wenn man flexibel ist. Auf diese Flexibilität hoffe ich.





Mit freundlichen Grüßen



Anke Klepsch